Prinz Kuckuck / Leben, Taten, Meinungen und Höllenfahrt eines Wohllüstlings, Band 1-3

Autor(en): Otto Julius Bierbaum [Autor]
Zusatz-Titel: In einem Zeitroman
8, - 8°, 529, XVI, 435, IX, 576 pg OLwd
Verlag: Georg Müller, München und Leipzig, 1907
Standort: Lit-1-4:
Inv Number 126:

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Description:
Bände 1-3
Bemerkungen:
Bierbaum verarbeitet die Geschichte des Millionenerben Alfred Walter Heymel. Heymel erbte das Millionenvermögen seines Adoptivvaters und verkehrte als Mäzen in den Künstlerkreisen um Schröder und Otto Julius Bierbaum, mit denen er als verantwortlicher Redakteur seit 1899 die ästhetisch-belletristische Zeitschrift "Die Insel" herausgab. (Aus ihr ging 1901 der gleichnamige bibliophile Insel Verlag hervor.) 1900 zog Heymel in München in die Leopoldstr. 4 ein, die Heinrich Vogeler, der für den Inselverlag auch Bücher illustrierte, aufwändig gestaltet hatte und in der der wohlhabende Lebemann und Rennstallbesitzer, der zeitlebens ein großer Pferdenarr war, zu exklusiven Abendgesellschaften einlud.1904 ging Heymel nach Bremen. In seinem Landhaus fanden viele Treffen der "Künstlervereinigung Goldene Wolke" statt. Als Sammler und Kunstförderer entfaltete er eine bedeutende Tätigkeit, indem er u.a.Paul Scheerbart unterstützte und zahlreiche Ankäufe für die Kunsthalle Bremen finanzierte . 1910 zieht er wieder nach München. Das folgende Jahr stürzt ihn in eine private, berufliche und wirtschaftliche Krise. Heymel findet nicht mehr die von ihm gewünschte gesellschaftliche Anerkennung.Bierbaum geriet, wohl wegen einer Geldangelegenheit, mit Heymel in Streit. Quasi als Abrechnung mit seinem ehemaligen Freund und Mitarbeiter schrieb er seinen bitterbösen Roman über den aufwändigen Lebensstil Heymels (im Roman Henry Felix Hauert), "Prinz Kuckuck". Dabei treten eine ganze Reihe von bekannten Figuren des kulturellen Lebens im München jener Zeit auf: Unter anderem sind erkennbar Paul Scheerbarth, der Wagner-Dirigent Hans von Bülow, der Maler Franz von Stuck. Der naturalistische Schriftsteller und spätere Mitbegründer der Aussteiger-Siedlung Monte Verità bei Ascona Michael Georg Conrad als Anführer des "Jüngsten Deutschland", außerdem Hanns Heinz Ewers als Satanist und der alkoholkranke polnische Schriftsteller Stanislaw Przybyszewski als schwarzer Magier. Auch der Londoner Klub der "grünen Seeleute", in welchem Oscar Wilde und Lord Douglas verkehrten, findet Erwähnung. (Ein weiteres Mal wurde Heymel übrigens 1903 von Heinrich Mann in der Figur des Claude Marehn im Roman "Die Jagd nach Liebe" parodiert);
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