Die Abendburg

Autor(en): Bruno Wille [Autor]
F. H. Ernst Schneidler [Illustrator]
F V [Signet]
Zusatz-Titel: Chronika eines Goldsuchers in 12 Abenteuern
1, - 8°, 524 pg, OLwnd
Verlag: Eugen Diederichs, Jena, 1909
Schlagworte: Literatur, Philosophie, Deutschland, Freidenker
Standort: Lit-7-6:
Inv Number 1580:

Description:
WG² 24.- Erste Ausgabe.- Wille (1860 Magdeburg - 1928 Schloß Senftenau bei Lindau) "studierte seit 1881 Theologie, dann Philosophie in Bonn und Berlin, war 1885/86 Hauslehrer in Bukarest und Sinaia und wurde nach einer Studienreise nach Kleinasien in Kiel zum Dr. phil. promoviert. Er war dann Religionslehrer der Freireligiösen Gemeinde in Berlin und Hilfsredakteur bei den "Demokratischen Blättern" und machte u.a. die Bekanntschaft von Gerhart Hauptmann, Arno Holz und John Henry Mackay. 1888 gründete W. den politisch ausgerichteten "Genie-Convent" und den "Ethischen Club". [...] 1890 gründete W. die Freie Volksbühne, 1892 die Neue Freie Volksbühne in Berlin. Er verfaßte populärphilosophische Schriften (Philosophie der Befreiung durch das reine Mittel, 1894), neuromantische Lyrik (Der heilige Hain, 1908) sowie Romane" (Saur, DBE).
Illustrationen: Buchausstattung Verlegereinband FV
Bemerkungen:
Bruno Wille (1860-1928, Dr. phil.) war Lehrer, Prediger, Journalist, Vortragsredner und aktives Mitglied der Freireligiösen Gemeinde. Er war außerdem Mitglied des "Berliner Naturalistenvereins" und mit Wilhelm Bölsche, Heinrich und Julius Hart, Gerhart Hauptmann, Arno Holz, John Henry Mackay, Johannes Schlaf u.v. a. befreundet. 1888 gründete Wille seinen "Genie-Konvent" und unabhängig davon den "Ethischen Klub". 1890 ließ er sich im Berliner Vorort Friedrichshagen nieder und gehörte dort zusammen mit Bölsche zu den Wegbereitern des Friedrichshagener Dichterkreises, zu dem u.a. Otto Erich Hartleben, August Strindberg und Frank Wedekind gehörten. Er gab die Zeitschrift "Der Freidenker" heraus und war Sprecher der "Jungen", dem anarchistischen Flügel der Sozialdemokratie. Nach einer Konfrontation mit August Bebel wurde er aus der Partei ausgeschlossen. Später gründete er um seine religiöse Weltanschauung zu verbreiten den "Giordano-Bruno-Bund". Ab 1902 war er Dozent an der von ihm mit Wilhelm Bölsche u.a. gegründeten "Freien Hochschule" und gründete 1919 den Volkskraft-Bund. Als Philosoph vertrat er zunächst eine "Philosophie der Befreiung", wobei er sich auf Friedrich Nietzsche, Max Stirner und den Buddhismus berief, wandte sich aber in seinem Spätwerk mehr einer pantheistischen Naturmystik zu.
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