Theorie des Films

Autor(en): Siegfried Kracauer [Autor]
Zusatz-Titel: Die Errettung der äußeren Wirklichkeit.
1, - Gr 8°, 454 pg, OLn, OU
Verlag: Suhrkamp, Frankfurt am Main, 1964
Schlagworte: Film, Filmtheorie
Standort: Film-Theorie-K:
Inv Number 8410:

Description:
Die Zeitgenossen Lumières fanden dessen Filme - die ersten, die je gedreht wurden - deshalb so bewundernswert, weil sie "das Zittern der Blätter im Winde" zeigten. Die Realität schließt viele Phänomene ein, die wir kaum wahrnehmen würden, wenn die Filmkamera sie nicht sozusagen wie im Fluge erfaßte. Kracauers zuerst 1960 in Amerika erschienene Theorie des Films ist eine materiale Ästhetik, die sich mit Inhalten beschäftigt. Sie beruht auf der Annahme, daß der Film im wesentlichen eine Erweiterung der Fotografie ist und daher eine ausgesprochene Affinität zur sichtbaren Welt hat. Das bedeutet eine Absage an alle Filme mit "theatralischer" Story, mit "künstlerischen" oder ideologischen Ambitionen. Filme, die ihrem Medium gerecht werden, registrieren jedoch nicht nur, sondern enthüllen, "erretten" die äußere Wirklichkeit: sie öffnen unseren Blick für das Kleine, Zufällige, Unbeabsichtigte und Unbestimmte.
Bemerkungen:
Mit Bibliographie und Register. Gr.8°. OLeinen mit typographischem OUmschlag von Willy Fleckhaus in OSchuber. Erste deutsche Ausgabe. Die englischsprachige Erstausgabe erschien 1960 in New York. Von der deutschen Übersetzung war Kracauer nicht angetan und arbeitete lange an ihrer Revidierung (vgl. Marbacher Magazin 47, S. 107 ff., besonders 118 f.).
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